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Interfiktion

"Interfiktion" ist ein neues Literaturkonzept, mit dem die Kluft zwischen Wirklichkeit und Fiktion zum Teil überbrückt werden soll. Das gelingt durch mehr oder weniger massiven Einbau realer Elemente in eine fiktive Handlung.

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Besonders reizvoll ist dieses Konzept natürlich für die Werbung, bietet es doch die Möglichkeit, fiktive Helden das beworbene Produkt konsumieren oder anderen Figuren der Handlung empfehlen zu lassen.

Andererseits kann über diese Schiene auch der Leser animiert werden: Angenommen, der Held eines Kriminalfalls, der in einer realen Umgebung spielt, kommt in seinen Ermittlungen nicht weiter. Was tut er? Er bittet den Leser um Hilfe, schickt ihn zu diversen Lokalitäten oder Personen, wo er Anhaltspunkte findet, die den Fall lösbar machen.

Interfiktion funktioniert nicht zwangsläufig nur in eine Richtung: In einem periodischen Heft kann so etwas wie eine Interaktion zwischen Leser und Romanfigur aufgebaut werden, vorausgesetzt, der Romanautor geht auf die Rückmeldungen seiner Leser ein.

Die Interfiktion steckt noch in den Kinderschuhen. Vieles ist noch möglich, braucht aber Entwicklungszeit. Allgemein betrachtet läßt sie sich als nächster Entwicklungsschritt in der Literatur ansehen: Das Ineinanderfliessen realer und fiktiver Welten.

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