HomeNewsletterGästebuchSitemap
 

AGB | Impressum

Heft 6: Seelenverkäufer

Seit nun schon einem Jahr liegt vor Pörtschach eine alte Motoryacht vor Anker. Auf ihrem schwarzen Rumpf thronen weiß getünchte Aufbauten, das Schiff muss in den 1920er Jahren der Inbegriff des Luxus gewesen sein. Sein Name: „Seelenverkäufer“.

Downloads:

Das Schiff ist geheimnisumwoben: Der Kapitän und Eigner, sein Name ist Klaus Hammermann, stammt nicht aus Kärnten und auch ein Jahr nach seiner Ankunft ist nicht mehr über ihn bekannt, als das, was ein Zeitungsartikel damals berichtet hat: Demnach stammt Hammermann aus Deutschland und hatte vor seiner Ankunft am Wörthersee sein Geld als Tanker-Kapitän verdient.

Die „Seelenverkäufer“ ist nicht nur sein Domizil, sie ist auch eine Art Asyl: Hammermann vermietet Kabinen an Männer seines Schlages, die Abenteuer in den Häfen dieser Welt erlebt und nun genug von der Zivilisation haben. Nachts, so sagen die Gerüchte, befährt die „Seelenverkäufer“ den Wörthersee, während sich der Kapitän und seine Charter-Gäste gegenseitig von ihren unglaublichen Erlebnissen erzählen...

Als ein Diamantenschmuggel in Klagenfurt aufgedeckt wird, überschlagen sich die Ereignisse: Noch in derselben Nacht explodiert im Hafen von Triest eine Segelyacht, deren Eigner, ein Oberösterreicher, fortan vermisst wird. In Klagenfurt wird Christian Lehner erschossen, jener Journalist, der vor einem Jahr den Artikel über die „Seelenverkäufer“ geschrieben hat. Ein Zusammenhang zwischen seiner Ermordung, der „Seelenverkäufer“ und dem aufgedeckten Diamantenschmuggel scheint deshalb gegeben, weil Lehner kurz vor seinem Tod in einem weiteren Zeitungsartikel angedeutet hat, die „Seelenverkäufer“ sei in den Diamantenschmuggel verstrickt.

Hubert Pogatschnig und Ludwig Melischnig, die „Zwei für die Gerechtigkeit“, gehen bei ihren Hobby-Ermittlungen in diesem Fall neue Wege: Während sich Melischnig trickreich auf der „Seelenverkäufer“ einmietet, ermittelt Pogatschnig zu Lande.

Die Widerstände, auf die sie stoßen, sind unterschiedlicher Natur: Während Melischnig vor allem darunter leidet, dass sich kein Schleppe-Bier an Bord der „Seelenverkäufer“ befindet, hat Pogatschnig versehentlich den frisch beförderten Chefinspektor Leopold Ogris beleidigt, sieht sich von dessen pubertierender Tochter Heike verfolgt und scheint in seinen Ermittlungen mehr zu- als aufzudecken.

Auch Chefinspektor Leopold Ogris befindet sich in einer Sackgasse. Umso mehr er über die Bewohner der „Seelenverkäufer“ herausfindet, desto weniger scheinen sie mit dem Mord an Christian Lehner zu tun zu haben. – Doch genau das macht den Polizisten misstrauisch! Daher entschließt auch er sich zu unkonventionellen Wegen der Ermittlung.

Schließlich, nach einigen Kneipenbesuchen und Internet-Recherchen, fühlt sich Hubert Pogatschnig dazu bereit, den Fall aufzuklären. Er beordert den verärgerten Chefinspektor Ogris auf die „Seelenverkäufer“, ohne zu ahnen, was er damit in Gang setzt…

[zurück]
© 2010 Zingerle
created by pixelpoint multimedia